
Sebastian Kneipp (1821 - 1897), ist bis zu seinem 21. Lebensjahr Weber, dann wird er Geistlicher. Durch konsequente Abhärtung mit Wasser kuriert Kneipp sich selbst von der Schwindsucht. Aus diesem Erlebnis entwickelt er dann die Wasserkur , die er zu einem System ausbaut und auch an anderen Menschen anwendet.
Erheblichen Widerstand leistet die etablierte Ärzteschaft, auch die Geistlichkeit stellt sich gegen Kneipp`s Ideen. Das ändert sich jedoch, als Papst Leo XIII Sebas-tian Kneipp empfängt und sich von der Wirksamkeit der Kneipp`schen Therapieweise überzeugen lässt. Er ernennt Kneipp zum Päpstlichen Geheimkämmerer. Kneipp selbst achtet immer sorgsam darauf, dass seine therapeutische Arbeit in enger Zusammenar- beit mit Ärzten erfolgt.
Von nun an verbreitet sich die Lehre von der KNEIPP-Therapie und -Lebensweise in ganz Deutschland. Kneipp reist häufig herum und hält Vorträge über die richtige Lebensweise, so z.B. 1896 in Speyer. Hier wird kurz darauf der noch heute beste- hende Kneipp-Verein gegründet.