Kneipp-Verein Bruchsal mit vielfältigem Angebot
In der Jahreshauptversammlung berichtete der 1. Vorsitzende Helmut Jannasch über die im vergangenen Jahr wieder durchgeführten Aktivitäten; die seit Jah-ren angebotenen Kurse werden gut angenommen. Hauptsächlich gefragt sind hier die sog. Wasserkurse wie Wassergymnastik und Aquajogging, aber auch Yoga und Wirbelsäulengymnastik erfreuen sich reger Beteiligung. Die kostenlosen Ange-bote Wandern, Radfahren, Laufen, Jogging und Nordic Walking sowie der Boule-treff sind gut besucht.
Die in diesem Jahr anstehenden Neuwahlen brachten aus Mangel an Kandidaten die Wiederwahl der bisherigen Leitung; ebenso wurden alle Beiräte wieder-gewählt. Bedauerlicherweise haben wir trotz intensiver Suche noch keinen Nach-folger als Leiter des Lauftreffs.
Der Kassenbericht bestätigte die gute Betreuung der Finanzen des Vereins durch den langjährigen Kassenwart Otto Pravez. Die vom Verein seit vielen Jahren geplante Erstellung einer Kneipp-Wassertretanlage in Bruchsaler Stadtlage stagniert derzeit, weil die weitere Betreuung bzw. Instandhaltung einer derartigen Anlage noch unklar ist. Den verstorbenen Mitgliedern wurde in einer Schweigeminute gedacht.
Für langjährige Mitgliedschaft konnten geehrt werden: Helene Deuchler (50 Jahre), Erika Freiwald (40 Jahre) und Notburga und Herbert Herrling, Reinhilde Kneis, Marlene Wengler, Walter Duchardt und Hartmut Junga (25 Jahre). Weiteren Mitgliedern wurde für ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten gedankt.
Für Interessenten liegen die jeweiligen Halbjahres-Programme (gelbe Flyer) bei verschiedenen öffentlichen Einrichtungen aus; ebenso können sich Interessierte im Internet auf der Homepage www.kneippverein-bruchsal.de über alle Akti-vitäten informieren.
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Bruchsal
Besuch der französischen Partnerstadt Ste. Ménehould
Der Kneipp-Verein Bruchsal unternahm am Wochenende des 21./ 22. April 2012 einen Ausflug nach Ste. Ménehould, die erste Partnerstadt von Bruchsal in Frankreich. Bereits 1965 wurde der Partnerschaftsvertrag von beiden Städten unterzeichnet. Sehr viele Interessenten hatten sich zu dieser Fahrt angemel-det. Die zunächst erwünschte Mindest-Teilnehmerzahl von 30 – 35 Personen wurde so weit übertroffen, dass ein größerer Bus bestellt werden musste.
Ste. Ménehould liegt im Département Marne in der Region Champagne-Ardenne zwischen Metz und Paris und ist circa 360 km von Bruchsal entfernt. 50 Teil-nehmer fanden sich am 21.4. um 6:00 Uhr am Treffpunkt bei der Sporthalle Bruchsal ein und die Fahrt konnte pünktlich beginnen. Bei manchen gab es noch Probleme, die Augen geöffnet zu halten, aber im Bus wurde das eine oder andere Nickerchen nachgeholt. Am früheren Grenzübergang vom Saarland nach Frank-reich war eine Pause eingeplant mit Kaffee und Hefezopf. Danach setzten wir die Fahrt nach Ste. Ménehould fort.
Gegen 10:30 h kamen wir im strömenden Regen am Zielort an, was uns für die Tagesplanung etwas ängstigte, da am Nachmittag Wanderungen vorgesehen waren. Im Rathaus der Stadt wurden wir sehr freundlich vom Bürgermeis-ter Bertrand Courot, seiner StellvertreterinMireille Camus und den Verant-wortlichen der Wandergruppe Seppa und der Sprachlaborgruppe begrüßt. Der Vorsitzende der Gemeinschaft der Freunde Ste. Ménehould und Lehrer im Sprachlabor, Philippe Lunard, übersetzte simultan die Ansprachen einerseits des Bürgermeisters sowie die Grußworte des 1. Vorsitzenden des Kneipp-Vereins Bruchsal, Helmut Jannasch. Monsieur Courot erläutete ausführlich die Beson-derheiten seiner Stadt und u.a. die umfangreichen Planungen für ein Sport-zentrum mit großem „Spaß“-Schwimmbad und ausgedehnten Anlagen für die verschiedensten Sportarten. Die ersten Bauten sind bereits in Angriff genom-men. Helmut Jannasch stellte die Ziele des Kneipp-Vereins dar, basierend auf den 5 Elementen für die Ge-sundheit von Körper, Geist und Seele und über-reichte als saisonal typisches Bruchsaler Prä-sent ein Paket Spargel samt Koch-buch. Mit Champagner wurde auf die beiderseitige Freundschaft angestoßen! Der berühmteste Sohn der Stadt ist der Benediktiner-Mönch Dom Pérignon, der „Erfinder“ des Champagners. Eine Statue ist zu seinen Ehren auf dem Rathaus-platz aufgestellt.
Die Wandergruppe Seppa und die Sprachlaborgruppe luden uns anschließend zu einem Imbiss ein; hervorzuheben sind hier besonders Odile Simon (Wander-verein) und Janine Kostrzewa (Sprachlabor), die die als Picknick geplante Einla-dung wegen des sehr unbeständigen Wetters kurzfristig in die Gemeindehalle von Vienne-le-Château verlegen konnten. Im selben Ort befindet sich auch das Hotel, in dem alle Teilnehmer der Reisegruppe untergebracht waren und ebenso von dort sollte am Nachmittag gewandert werden. Der Wettergott hatte mitt-lerweile ein Einsehen mit den Kneippianern, so dass die Wanderungen wie geplant durchgeführt werden konnten. Im umliegenden Argonner Wald mussten einige anstrengende Anstiege überwunden werden, zumal durch den vorher niederge-gangenen starken Regen ziemlich matschige Wege entstanden waren.
Am Abend trafen sich alle Teilnehmer wieder beim Festmenü im Hotel und konn-ten dort ihre jeweiligen Erlebnisse austauschen. Zwischen Dessert und weite-rem gemütlichen Beisammensein hielt Helmut Jannasch eine kurze Dankesrede und übergab die Präsente des Kneipp-Vereins an die französischen Gastgeber für ihre sehr engagierte Organisation unseres Besuches. Ein besonders herzlicher Dank geht hiermit auch noch einmal an Renate Keicher, die in ihrer Eigenschaft als 1. Vorsitzende in Bruchsal der Gemeinschaft der Freunde Ste. Ménehould die komplette Organisation unseres Besuches in Händen hatte und für einen rei-bungslosen Ablauf gesorgt hat.
Nach einem ausgiebigen Frühstück machten wir einen Rundgang durch Ste. Méne-hould, sehr informativ geführt von Philipp Lunard. Wir lernten, dass der Name der Stadt ursprünglich von der Heiligen Manehildis kommt; sie war eine Grafen-tochter, die sich im 5. Jahrhundert in der Stadt um die Kranken und Armen küm-merte und später heilig gesprochen wurde. Auf dem Burgberg befindet sich eine Statue dieser wohltätigen Frau. Nach einer Besichtigung der Frauen-Kirche aus dem 13. Jh. konnten wir den Rundblick über die Stadt und die umliegende Land-schaft genießen.
Ein typisch französisches Mittagessen gab es in der Aux Berges de la Biesme (u.a. Schweinebäckchen) auf dem Weg zu unserem letzten Besuchsziel Verdun. Die Stadt ist zwar eher bekannt für die Schlacht von 1916, doch besitzt sie auch das Architektur-Erbe einer 30 Jahrhunderte währenden Geschichte. An der Maas gelegen, pflegt und erhält sie zahlreiche Zeugnisse ihrer bewegten Vergan-genheit. Wir machten einen ausgiebigen Spaziergang durch das historische Herz der Stadt; die Besichtigung der Gedenkstätten war aus Zeitmangel leider nicht möglich.Am Spätnachmittag verabschiedeten wir uns von unseren Gastgebern und traten unsere Heimreise an. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass der Besuch eine Fülle positiver Eindrücke verschafft hat und wir diese hiermit weitergeben möchten. Nachzutragen wäre noch, dass es uns erspart geblieben ist, die kulina-rische Spezialität der Stadt Ste. Ménehould – gekochte Schweinsfüßchen – zu probieren. Hierzu findet traditionell im April die „Foire Aux Pieds De Cochon“ statt, bei der man sich an dieser Besonderheit ergötzen kann.
Am Spätnachmittag verabschiedeten wir uns von unseren Gastgebern und traten unsere Heimreise an. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass der Besuch eine Fül-le positiver Eindrücke verschafft hat und wir diese hiermit weitergeben möch-ten. Nachzutragen wäre noch, dass es uns erspart geblieben ist, die kulinarische Spezialität der Stadt Ste. Ménehould – gekochte Schweinsfüßchen – zu probie-ren. Hierzu findet traditionell im April die „Foire Aux Pieds De Cochon“ statt, bei der man sich an dieser Besonderheit ergötzen kann.

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50 Jahre Kneipp-Verein Bruchsal e.V.
Der Kneipp-Verein Bruchsal begeht in diesem Jahr sein 50. Vereinsjubiläum. Vor 50 Jahren haben in Bruchsal aktive Menschen erkannt, welche bedeutende Rolle die 5 Elemente der Kneipp’schen Lehre für die Gesundheitsvorsorge im Leben der Menschen spielt. Mit der Gründung des Kneipp-Vereins haben sie dafür ein Zeichen gesetzt. Seit der Gründung werden die Vereinsziele, nämlich die För-derung und Erhaltung der Gesundheit im Andenken und nach den Lehren Sebas-tian Kneipps verfolgt. Dazu braucht es den tatkräftigen, ehrenamtlichen Einsatz von Menschen, die sich auch in schwierigen Zeiten für die Sache und den Verein einsetzen und die die alltägliche Vereinsarbeit bewerkstelligen.
Der Grundstein für den Kneipp-Verein Bruchsal wurde bereits 1928 gelegt, dem 1933 die Auflösung folgte. Bei der Neugründung 1959 hatte der Verein 16 Mit-glieder. In der Anfangszeit bestanden die Aktivitäten in Arztvorträgen zu Ge-sundheitsthemen und die monatliche Lieferung der Kneipp-Blätter. Heute hat der Verein ca. 380 Mitglieder, die sich auch außerhalb der Kursteilnahmen zu geselligen Zusammenkünften treffen – wie z.B. zum Grillfest im Sommer und zur Jahresabschlussfeier.
Beim Empfang am 12. September 2009 im Bürgerzentrum Bruchsal wurde das Jubiläum würdig gefeiert. Der erste Vorsitzende, Helmut Jannasch, begrüßte unter den Gästen den Bürgermeister der Stadt Bruchsal, Ulli Hockenberger, der Grußworte und ein Präsent der Stadt Bruchsal überreichte. Er betonte auch die Wichtigkeit der Themen Gesundheitsvorsorge durch Bewegungstherapien. Weitere Grußworte und Präsente in Form von Spenden überbrachten Herr Eberhard Eisele und seine Frau einerseits vom Präsidenten des Kneipp-Bundes, Herrn Ulf Fink, sowie von der Vorstandschaft des Landesverbands Baden-Würt-temberg. Die erste Vorsitzende des Kneipp-Vereins Vorderer Kraichgau, Frau Ursula Reichert, würdigte das stetige Wachstum des Bruchsaler Kneipp-Vereins über den langen Zeitraum hinweg mit dem bildhaften Vergleich eines kleinen Pflänzchens, das heute zu einem Baum mit starken Ästen herangewachsen ist.
Die anschließende Videoshow der Mitglieder Hartmut May und Kurt Heider zeigte einen Überblick über die Vereinsgeschichte und die Palette der sportlichen Aktivitäten, die der Verein heute anbietet, wie Aquajogging, Wassergymnastik, Wirbelsäulengymnastik, Hatha-Yoga, Joggen, Nordic-Walking und Walking, Boule spielen sowie Radtouren und Wanderungen in die nähere und weitere Umgebung. Das Jahresprogramm beinhaltet ebenfalls regelmäßig Vor-träge über Gesundheitsthemen durch sachkundige Referenten. Eine neu er-stellte Internetseite wurde dem Verein als Geschenk eingerichtet, die In-teressierten die Möglichkeit bietet, die Vereinsaktivitäten einzusehen und sich Online über das Vereinsleben zu informieren.
Der Kneipp-Verein Bruchsal ist bestrebt, immer neue Menschen für das ganz-heitliche Konzept Kneipps zu begeistern. Gesundheitsvorsorge soll ein selbst-verständlicher Teil des öffentlichen Lebens in Bruchsal bleiben und somit in der Gemeinschaft mit anderen Menschen Freude vermitteln. Der lang gehegte Wunschtraum einer Kneipp-Tretanlage mit Armtauchbecken hat sich bislang aus Platzgründen nicht erfüllt, wird aber in der näheren Zukunft wieder auf die Tagesordnung gesetzt.
Margot Mevius